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Geld in unsicheren Zeiten
Ihr wisst, was an eurem Geld geschützt ist und was nicht.
Bargeld als eigener Zahlungsweg
Im Bild
Das Guthaben auf euren Konten steht unter einem gesetzlichen Schirm, bis zu einer festen Grenze je Person und Bank. Der Wert von Gold und fremden Währungen steht dagegen im Wetter: Er schwankt, und Kosten fallen an. Lasst euch bei Geldangeboten nicht drängen und holt im Zweifel unabhängigen Rat.
Genauer
Fallen Kartenzahlung oder Geldautomaten aus, ist euer Konto nicht leer: Nur der Weg dorthin ist unterbrochen. Bargeld funktioniert auch ohne Strom und ohne Kartenlesegerät. Es hilft allerdings nur dort, wo Geschäfte geöffnet haben. Wie viel ihr weglegt und in welchen Scheinen, steht auf der Seite „Bargeld“.
Weiterlesen: BargeldWas die Einlagensicherung schützt
Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie Sparguthaben sind gesetzlich geschützt. Die Grundgrenze liegt bei 100.000 Euro je Person und Bank, alle Konten dort zusammengerechnet. Das gilt auch für Guthaben in fremder Währung, entschädigt wird dann in Euro. Bei Gemeinschaftskonten zählt der Anteil jeder Person.
Nicht geschützt sind Wertpapiere wie Aktien, Fonds und Zertifikate, in der Regel auch Kryptowerte. Wertpapiere im Depot und der Inhalt eines Schließfachs bleiben aber euer Eigentum. Gold ist keine Einlage und fällt ebenfalls nicht unter den Schutz.
Einmal im Jahr schickt eure Bank einen Informationsbogen zur Einlagensicherung. Er ist kein Warnzeichen, ihr müsst nichts tun.
Was im Bankenfall passiert
Erfährt die BaFin, dass die Bank nicht zahlen kann, stellt sie binnen fünf Arbeitstagen den Entschädigungsfall fest. Gilt vorher ein Moratorium, zahlt die Bank nichts aus und führt keine Überweisungen aus. Dauert es länger als sechs Wochen, muss die BaFin den Entschädigungsfall feststellen. Danach wird in der Regel binnen sieben Arbeitstagen ausgezahlt, ohne Antrag.
Geschützt heißt also nicht sofort verfügbar: Zwischen gesperrtem Konto und Auszahlung können Wochen liegen.
Bei vielen privaten Banken entschädigt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Sie meldet sich in einem solchen Fall von selbst und verlangt nie eine Vorauszahlung. Mails in ihrem Namen, die eine Gebühr für eure Entschädigung fordern, sind gefälscht.
Gold und fremde Währungen verstehen
Gold bringt keine Zinsen, und sein Preis schwankt stark. Zwischen An- und Verkaufspreis liegt eine Spanne, die bei kleinen Mengen besonders groß ist. Zu Hause ist Gold oft nur begrenzt versichert, ein Schließfach kostet Gebühren. Bestimmte Goldbarren und -münzen sind als Anlagegold umsatzsteuerfrei, Silber nicht.
Ob sich Münzen oder Barren in einer schweren Krise gegen Alltagsdinge tauschen lassen, ist laut Verbraucherzentrale ungewiss. Händler kaufen Gold nicht immer zurück und brauchen keine besondere Zulassung. Bei Sparplänen und Gold-Wertpapieren tragt ihr zusätzlich das Risiko, dass der Anbieter ausfällt.
Bei fremden Währungen können die Wechselkurse schwanken, und auch Gold wird in US-Dollar gehandelt. Beim Tausch legen Banken und Wechselstuben die Spanne zwischen An- und Verkauf selbst fest.
Geldangebote in Ruhe prüfen
Seriöse Angebote lassen euch Zeit. Die BaFin nennt Warnsignale: einen ungefragten Anruf, Zeitdruck und hohe Erträge bei angeblich keinem Risiko. Auch die Bitte, in einen Messenger zu wechseln, gehört dazu. Vorsicht gilt auch bei Gold mit Rabatt, das erst später geliefert wird.
Ob eine Bank oder ein Finanzdienstleister eine Erlaubnis hat, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin. Reine Edelmetallhändler brauchen keine, und auch ein Eintrag sagt nichts über die Seriosität eines Goldangebots. Vor Anbietern ohne Erlaubnis warnt sie außerdem öffentlich, vollständig ist diese Liste nie. Im Zweifel kontaktiert ihr das echte Unternehmen über einen Weg, den ihr selbst herausgesucht habt.
Klarvorrat gibt keine Anlageberatung. Auch Steuer- und Rechtsfragen zu eurem Einzelfall klärt ihr mit Fachleuten. Unabhängigen Rat zu Geld und Versicherungen bieten die Verbraucherzentralen, gegen Entgelt. Verkaufsgespräche sind keine Beratung, denn Verkäufer verdienen an Provisionen oder Margen.
Ein kleiner Schritt. Ein gutes Gefühl.
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Quellen
Zum ganzen Beitrag
- BBKVorsorgen für Krisen und Katastrophen ↗, Stand: 11/2025, 2. Auflage
- Verbraucherzentrale NRWWie wichtig ist Bargeld? ↗, Stand: 12.03.2025
- BBKStromausfall: Vorsorge und Selbsthilfe ↗, Stand: 2026, Ausgabe 4
- Gesetze im InternetEinlagensicherungsgesetz ↗, Stand: geändert am 25.03.2026
- VerbraucherzentraleIn Gold investieren: Ist Gold eine sinnvolle Geldanlage? ↗, Stand: 23.02.2026
- VerbraucherzentraleGold für wenig Geld ↗, Stand: 02.12.2025
- VerbraucherzentraleHausratversicherung: Auf den Wert der Einrichtung kommt es an ↗, Stand: 10.11.2025
- Gesetze im Internet§ 25c Umsatzsteuergesetz ↗
- Deutsche BundesbankGeld und Geldpolitik: Internationales Währungs- und Finanzsystem ↗
- BaFinNews und Warnungen ↗
- Verbraucherzentrale NRWBeratung zu Finanzen und Versicherungen ↗
- VerbraucherzentraleFinanzberatungen oft am Bedarf vorbei ↗, Stand: 05.11.2025