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Grundvorrat zu Hause

Grundvorrat zu HauseIn diesem Beitrag

9 Minuten Lesezeit

Radio und Nummern auf Papier

Ihr kennt Informationswege ohne Handynetz und habt eure wichtigen Kontakte griffbereit.

Kurz beantwortet

Warum ein Radio, wenn ich ein Handy habe?

Fallen Mobilfunk und Internet aus, fallen auch Warn-Apps aus, schreibt das BBK. Radiosender senden dann weiter, und ein Radio mit Batterie oder Kurbel braucht keine Steckdose.

Quelle: BBK-Ratgeber 2025, S. 13. Ausführlich auf Seite 2

Funktioniert das Handynetz bei Stromausfall?

Nur kurz: Laut BBK stehen Festnetz und Mobilfunk nach kurzer Zeit oft nicht mehr zur Verfügung. Die Mobilfunknetze haben nur teilweise und nur kurz Notstrom.

Quelle: BBK, Stromausfall: Vorsorge und Selbsthilfe (2026), S. 7. Ausführlich auf Seite 6

Funktioniert der Notruf 110 und 112 bei Stromausfall?

Nicht unbedingt, denn auch das Netz kann ausfallen. Gehen 110 und 112 nicht, geht laut BBK zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus.

Quelle: BBK-Ratgeber 2025, S. 13. Ausführlich auf Seite 6

Welche Nummern sollte man auf Papier aufschreiben?

Der BBK-Vordruck nennt 112, 110, den Bereitschaftsdienst 116117, die Behördennummer 115, Giftnotruf und Apotheke. Ergänzt eure Familie, Nachbarn und die Hausarztpraxis.

Quelle: BBK-Ratgeber 2025, S. 12 und 36. Ausführlich auf Seite 5

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Grundvorrat zu HauseInformation ohne Steckdose

Information ohne Steckdose

Im Bild

Eine Nummernliste auf Papier ist ein Adressbuch ohne Akku: Sie hilft, wenn das Handy gesperrt oder leer ist. Ein Radio ohne Steckdose bringt Nachrichten, aber keinen Kontakt zu Angehörigen. Notiert die Nummern vollständig und lesbar und prüft, wie ihr am Radio einen regionalen Sender findet.

Genauer

Ein Radio mit Batterie, Solarzelle oder Kurbel bringt euch Nachrichten, wenn Strom oder Internet fehlen. Zu einem Batteriegerät gehören passende Ersatzbatterien. Sucht euch schon jetzt euren Regionalsender und einen Platz mit gutem Empfang.

Bei einem Stromausfall stehen Festnetz und Mobilfunk nach kurzer Zeit oft nicht mehr zur Verfügung, schreibt das BBK. Die Mobilfunknetze haben nur teilweise und nur kurz Notstrom. Radiosender funktionieren aber auch dann noch. Deshalb ist ein Radio in Notfällen und Krisen wichtig.

Bund, Länder und Gemeinden können über das Modulare Warnsystem des Bundes warnen. Es heißt kurz MoWaS. Radio- und Fernsehsender geben diese Warnungen weiter. Das System läuft über Satellit und ist laut BBK unempfindlich gegen Stromausfälle.

Das Radio sagt euch, was los ist und was die Behörden raten. Eine Verbindung zu euren Angehörigen ersetzt es nicht. Dafür sind die Nummern auf Papier und eure Absprachen da.

Ein Radio braucht kein Konto, keine App und kein Netz. Es reicht ein Gerät mit Strom aus Batterie, Sonne oder Kurbel.

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Grundvorrat zu HauseDas passende Radio

Das passende Radio

Das BBK nennt drei Arten: ein Radio mit Solarzelle, eines mit Batterien oder ein Kurbelradio. Auch das Autoradio funktioniert bei einem Stromausfall, weil es keinen Strom aus der Steckdose braucht. Welches zu euch passt, hängt davon ab, wo ihr wohnt und was ihr schon habt.

Ein Batterieradio braucht genug Ersatzbatterien. Schreibt die Batteriegröße auf das Gerät oder auf einen Zettel daneben. Kauft dieselbe Größe wie für eure Taschenlampen, wenn das geht. Dann passt eine Packung für beides.

Radio empfangt ihr analog über UKW oder digital über DAB+. Einen gemeinsamen Abschalttag für UKW in ganz Deutschland gibt es nicht. Das BBK nennt einen Wechsel zwischen 2031 und 2037, zuerst in Schleswig-Holstein. Ein neues Gerät sollte deshalb beides können. Das BBK kündigt außerdem Radios an, die sich bei einer Warnung selbst einschalten.

Probiert das Radio einmal aus, bevor ihr es braucht. Stellt euren Regionalsender ein und merkt euch die Frequenz. Schreibt sie auf das Gerät, dann findet ihr sie auch im Dunkeln.

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Grundvorrat zu HauseWie ihr gewarnt werdet

Wie ihr gewarnt werdet

In Deutschland warnen die Behörden über viele Wege zugleich. Dazu gehören Sirenen, Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA und Cell Broadcast aufs Handy. So erreichen sie mehr Menschen als über einen einzigen Weg. Die meisten Informationen kommen über Warn-Apps und Radio, schreibt das BBK.

Eine Minute Heulton, der an- und abschwillt, bedeutet: Es besteht Gefahr, informiert euch. Dafür eignet sich das Radio besonders gut. Eine Minute Dauerton bedeutet Entwarnung. Manche Gemeinden nutzen zusätzliche Signale. Fragt bei eurer Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach.

Cell Broadcast schickt Warnungen ohne App aufs Handy. Seit dem 25. November 2025 kommen darüber auch Entwarnungen, in Warnstufe 3. Im Handy heißt sie meist „Gefahreninformation“. Das BBK rät, diese Stufe einzuschalten.

Einmal im Jahr probt der Bund die Warnung. Der bundesweite Warntag ist in der Regel am zweiten Donnerstag im September. Das ist ein guter Tag, um auch euer Radio zu prüfen.

Für Cell Broadcast braucht ihr nach Angaben des BBK mindestens Android 11 oder iOS 16.1. Das Handy darf nicht im Flugmodus sein.

Warnungen verstehen →
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Grundvorrat zu HauseNummern auf Papier festhalten

Nummern auf Papier festhalten

Schreibt die wichtigsten Nummern auch auf Papier. Eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste hilft, wenn ihr nicht an eure gespeicherten Kontakte kommt. Das kann bei einem Stromausfall, einem Netzausfall oder einem Cyberangriff passieren. Auch ein leeres Handy macht die Kontakte unerreichbar.

Das BBK hat in seinem Ratgeber einen Vordruck für solche Nummern. Darauf stehen Feuerwehr und Rettungsdienst mit 112 und die Polizei mit 110. Dazu kommen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 und die Behördennummer 115. Platz ist auch für Giftnotruf, Apotheke, Stadtwerke und Stadtverwaltung.

Ergänzt eure eigenen Menschen: Familie, Nachbarn, Hausarztpraxis und, wenn nötig, den Pflegedienst. Schreibt die Nummern vollständig, mit Vorwahl. Ohne Netz stellt die Liste keine Verbindung her. Aber sie ist da, sobald irgendein Weg wieder funktioniert.

Bewahrt eine Liste zu Hause auf und eine im Portemonnaie. Ihr könnt auch die Notrufnummer auf Papier aufhängen.

Schreibt auch auf, wer wen benachrichtigt. Dann muss im Ernstfall nicht jeder jeden anrufen.

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Grundvorrat zu HauseTelefonieren im Ausfall

Telefonieren im Ausfall

Wenn das Netz noch geht, ist es oft überlastet. Das BBK rät, bei einem Stromausfall nur zu telefonieren, wenn es nötig ist. Ein Stromausfall allein ist kein Notfall. Ruft 110 oder 112 nur, wenn wirklich jemand Hilfe braucht.

Der Notruf unter 110 und 112 ist kostenlos. Die 112 gilt in der ganzen Europäischen Union. Vom Handy erreicht ihr sie nur mit eingelegter SIM-Karte, schreibt die Bundesnetzagentur.

Gehen 110 und 112 gar nicht, geht im Notfall zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus. Das BBK rät, Anlaufstellen in der Nähe zu kennen, etwa das Rathaus. Fragt bei eurer Gemeinde nach, wo ihr bei einem Ausfall einen Notruf absetzen könnt.

Gebt amtliche Warnungen an Nachbarn, Freunde und Familie weiter, rät das BBK. Haltet euer Handy auch nachts empfangsbereit. So erreicht euch eine Warnung, solange das Netz noch steht.

Fasst euch kurz, wenn ihr durchkommt. Sagt, wo ihr seid und wie es euch geht. Dann ist die Leitung schnell wieder frei.

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Grundvorrat zu HauseVorher absprechen

Vorher absprechen

Das Radio sagt euch, was los ist. Um euch untereinander abzustimmen, braucht ihr eigene Absprachen. Das BBK rät, mit Nachbarschaft, Familie und Freundeskreis zu sprechen. Klärt, wie ihr euch in einer Notlage gegenseitig helfen könnt, und macht einen Plan.

Ein vereinbarter Treffpunkt hilft, wenn niemand erreichbar ist. Das ist ein Vorschlag von uns, keine Vorgabe einer Behörde. Wählt einen Ort, den alle kennen und zu Fuß erreichen. Sprecht auch ab, wer die Kinder abholt.

Legt einen festen Platz für den ausgedruckten Notfallplan fest. Dort liegen auch Radio, Taschenlampe und Ersatzbatterien. Sagt allen im Haushalt, wo das ist.

Denkt an Menschen, die nicht von allein Bescheid bekommen. Wer schlecht hört oder kein Handy hat, braucht jemanden, der klingelt.

Klärt auch, wer bei wem nachfragt. Ein Nachbar klingelt bei der älteren Dame im Haus, ihr bei der Familie nebenan. Schreibt die Absprachen kurz in den Notfallplan.

Sprecht die Absprachen einmal im Jahr wieder durch.

Gemeinsam vorsorgen →
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Grundvorrat zu HauseAus der Praxis

Aus der Praxis

Eine Idee, keine Regel

Erfahrungen aus Camping und Outdoor, keine Empfehlung einer Behörde.

Die Hülle für die Liste. Beim Wandern steckt man Karten und Notizen gern in eine durchsichtige Hülle. Mit der Nummernliste geht das auch. So bleibt sie trocken, und ihr könnt sie draußen zur Hand nehmen.

Das Radio am Abend. Auf dem Campingplatz läuft das kleine Radio oft zur festen Zeit für die Nachrichten. Zu Hause hilft das auch bei einem längeren Ausfall. Hört zu festen Zeiten und schont dazwischen die Batterien.

Der Zettel im Rucksack. Wer unterwegs ist, hat die wichtigsten Nummern oft auf Papier dabei. Ein Zettel im Notgepäck oder in der Jacke reicht. Das BBK nennt im Notgepäck Notizblock und Stift.

Das Autoradio. Auf Reisen ist es oft das einzige Radio. Das BBK nennt es ausdrücklich als Informationsquelle bei Stromausfall. Hört nur so lange, dass die Autobatterie noch zum Starten reicht.

Die Liste im Auto. Ein Zettel im Handschuhfach hilft, wenn ihr unterwegs seid und das Handy leer ist.

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Grundvorrat zu HauseHäufige Fehler

Häufige Fehler

Ein Radio ohne Batterien. Dann bleibt es im Ernstfall stumm. Legt passende Ersatzbatterien dazu.

Den Sender erst im Ernstfall suchen. Im Dunkeln und unter Druck dauert das. Stellt euren Regionalsender heute ein.

Nummern nur im Handy. Ist es leer oder gesperrt, sind sie weg. Schreibt sie auf Papier.

Unvollständige Nummern. Ohne Vorwahl kommt kein Anruf an. Schreibt jede Nummer ganz auf.

Auf einen einzigen Warnweg setzen. Jeder Weg kann ausfallen. Nutzt Radio, Warn-App und Sirene zusammen.

Warnstufe 3 ausgeschaltet lassen. Darüber kommt bei Cell Broadcast auch die Entwarnung. Schaltet „Gefahreninformation“ im Handy ein.

Wegen eines Stromausfalls den Notruf wählen. Ein Stromausfall allein ist kein Notfall. Die Leitungen braucht ihr für echte Notfälle.

Keinen Treffpunkt ausmachen. Ohne Netz findet ihr euch schwer. Vereinbart vorher einen Ort.

Die Liste nie prüfen. Nummern ändern sich. Schaut einmal im Jahr darauf.

Das Handy nachts ganz stumm schalten. Dann verpasst ihr Warnungen. Lasst Warnungen durch, rät das BBK.

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Grundvorrat zu HauseDie Liste heute schreiben

Die Liste heute schreiben

Eine Nummernliste ist in einer Viertelstunde fertig. Nehmt euch dafür heute Zeit, am besten gemeinsam.

Schreibt zuerst die Notrufe auf: 112 und 110. Dann den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Danach kommen eure eigenen Menschen, mit Vorwahl. Schaut dabei ins Handy, solange es noch geht.

Tragt die Nummern danach in den Notfallplan von Klarvorrat ein. Druckt ihn danach aus. Legt einen Ausdruck an euren festen Platz und einen ins Portemonnaie.

Stellt danach das Radio auf euren Regionalsender ein. Prüft die Batterien und schreibt die Frequenz auf das Gerät.

Schaut einmal im Jahr auf die Liste, etwa am Warntag im September. Nummern ändern sich, Menschen ziehen um. Eine aktuelle Liste ist mehr wert als eine lange.

Fragt dabei auch eure Nachbarn nach ihrer Nummer. Gebt ihnen eure im Tausch. Hängt eine Kopie innen an eine Schranktür, wo ihr sie schnell findet.

So habt ihr schon heute einen ersten Weg, der ohne Netz auskommt.

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Grundvorrat zu HauseEin guter Schluss

Ein kleiner Schritt. Ein gutes Gefühl.

Szenario: Cyberangriff

Sinngemäß eingeordnet. Ergänzende Beispiele und Absprachen sind Planungshilfen.

„Aus der Praxis“ ist eine ergänzende Idee.

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