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Wenn etwas passiertIn diesem Szenario
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Wenn etwas passiertWas passiert

Was passiert

Das Stromnetz in Deutschland zählt zu den zuverlässigsten in Europa. Im Jahr 2024 fehlte der Strom je Verbraucher im Schnitt 11,7 Minuten, meldet die Bundesnetzagentur. Die meisten Ausfälle sind kurz und auf wenige Straßen begrenzt.

Ursachen gibt es viele. Das BBK nennt Unfälle, Fehler bei Bauarbeiten und starke Stürme. Auch Sabotage oder ein Cyberangriff können die Versorgung stören. In der Regel ist der Strom nach wenigen Stunden zurück. Bei großflächigen Schäden kann es Tage dauern.

Fällt der Strom aus, merkt ihr es sofort. Licht, Herd und Kühlschrank gehen aus. Im Supermarkt können Kassen und Türen versagen, Geldautomaten geben kein Geld mehr. Bahnen bleiben vielleicht auf der Strecke stehen.

Längere Ausfälle sind in Deutschland selten, aber möglich, schreibt das BBK. Wer den Ablauf kennt, bleibt ruhiger. Dieses Szenario zeigt, was in den ersten Stunden geschieht, was danach kommt und was ihr vorher tun könnt. Licht, Kerzen, Kühlschrank und Wärme stehen ausführlich im Beitrag „Wenn der Strom weg ist“.

Wenn der Strom weg ist →
Quellen123
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Wenn etwas passiertWas schon passiert ist

Was schon passiert ist

  • Münsterland 2005

    Ein Stromausfall, der Tage dauerte.

    Quellen4
  • Berlin 2026

    In Steglitz-Zehlendorf fiel bei Frost mehrere Tage der Strom aus.

    Quellen2
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Wenn etwas passiertDie ersten Stunden

Die ersten Stunden

Schaut zuerst, ob nur eure Wohnung dunkel ist. Brennt im Treppenhaus oder auf der Straße noch Licht, liegt es vielleicht an eurer Sicherung. Ist es überall dunkel, betrifft der Ausfall die ganze Gegend.

Schaltet dann alle Geräte aus, die Wärme machen, etwa Herd, Bügeleisen und Wasserkocher. So laufen sie nicht unbemerkt an, wenn der Strom zurückkommt.

Schaltet ein Radio mit Batterie oder Kurbel ein. Darüber hört ihr, was die Behörden mitteilen. Telefoniert nur, wenn es nötig ist. Die Netze sind bei solchen Ereignissen schnell überlastet, schreibt das BBK.

Ein Stromausfall allein ist kein Notfall. Wählt 110 oder 112 nur, wenn wirklich Hilfe nötig ist. Bei früheren Ausfällen riefen viele dort nur um Auskunft an. Das hat echte Notrufe verzögert.

Lasst Kühlschrank und Gefriergerät zu. Ein geschlossener Kühlschrank bleibt etwa vier bis sechs Stunden kalt, ein Gefriergerät oft bis zu 48 Stunden. Das schreibt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Esst zuerst, was leicht verdirbt.

Spart den Akku eurer Handys. Ihr braucht sie vielleicht später dringender als jetzt.

Quellen256
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Wenn etwas passiertWenn es länger dauert

Wenn es länger dauert

Nach einigen Stunden wird es schwieriger. Das Festnetz läuft heute über Router, die selbst Strom brauchen. Mobilfunknetze haben nur teilweise und nur kurz Notstrom, schreibt das BBK. Rechnet damit, dass Telefon und Internet bald ausfallen.

Dann fallen auch Warn-Apps und Handy-Warnungen aus. Radiosender senden aber weiter. Euer Radio wird jetzt die wichtigste Quelle für Nachrichten.

Auch beim Wasser kann es eng werden. Das BBK schreibt, dass dann kein Wasser mehr aus der Leitung kommt. Je nach Ort und Stockwerk sei die Versorgung eingeschränkt. Die Verbraucherzentrale schreibt, sie bleibe in der Regel erhalten, nur ohne Warmwasser. Mit eurem Vorrat trifft euch beides nicht.

Im Winter kühlt die Wohnung aus, wenn die Heizung steht. Bei starkem Frost können Wasserrohre einfrieren und platzen.

Braucht ihr Hilfe und das Telefon geht nicht, geht zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus. Viele Kommunen richten Anlaufstellen ein, oft Katastrophenschutz-Leuchttürme genannt. Dort könnt ihr einen Notruf absetzen und euch informieren.

Schaut nach Nachbarn, die allein leben oder Pflege brauchen. Hausnotruf und Pflegedienste können gestört sein. Vielleicht braucht jemand Hilfe, oder er kann euch helfen.

Quellen2789
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Wenn etwas passiertWas ihr vorher tun könnt

Was ihr vorher tun könnt

Jeder Haushalt sollte einige Tage ohne Hilfe von außen auskommen, rät das BBK. Als Ziel nennt es möglichst 10 Tage. Ein Vorrat für 3 Tage hilft aber schon sehr.

Beim Wasser rechnet das BBK mit 2 Litern pro Person und Tag. Dazu kommt Essen, das ohne Kühlschrank hält und ohne Herd satt macht. In eurem Plan seht ihr, für wie viele Tage euer Vorrat schon reicht.

Haltet Bargeld in kleinen Scheinen bereit, denn Karten und Geldautomaten funktionieren dann oft nicht. Dazu gehören ein Radio mit Batterien oder Kurbel und eine geladene Powerbank. Schreibt wichtige Nummern auf Papier.

Fragt bei eurer Gemeinde, wo es im Ernstfall Anlaufstellen gibt und wie sie informiert. Nutzt ihr einen Pflegedienst, fragt auch dort, wie er bei einem langen Ausfall weiterarbeitet.

Wer auf ein medizinisches Gerät mit Strom angewiesen ist, klärt mit der Arztpraxis, was bei einem Ausfall zu tun ist.

Ein vollgetanktes Auto hilft, wenn die Versorgung mit Kraftstoff ausfällt, schreibt das BBK.

Zum Plan →
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Wenn etwas passiertWenn der Strom zurückkommt

Wenn der Strom zurückkommt

Meist kommt der Strom so plötzlich zurück, wie er gegangen ist. Habt ihr die Wärmegeräte ausgeschaltet, wird jetzt nichts unbemerkt heiß.

Prüft, ob eure Geräte funktionieren und keinen Schaden haben. Stellt Uhren, Heizung und andere Geräte neu ein, rät die Verbraucherzentrale. Haltet Schäden fest, etwa ein kaputtes Gerät oder verdorbene Lebensmittel. Ob Kosten ersetzt werden, hängt vom Einzelfall ab, schreibt die Verbraucherzentrale. Fragt dazu bei eurer Versicherung nach.

Schaut in Kühlschrank und Gefriergerät. Ob Lebensmittel noch gut sind, hängt davon ab, wie warm sie geworden sind. Ein Thermometer hilft dabei. Was verdorben sein könnte, gehört in den Müll.

War es während des Ausfalls frostig, beobachtet Wasserleitungen und Heizung in den Tagen danach. Achtet auf undichte Stellen und ungewohnte Geräusche. Schäden zeigen sich oft erst später, schreibt die Verbraucherzentrale.

Ladet Powerbank und Handys wieder auf. Ergänzt beim nächsten Einkauf, was ihr aus dem Vorrat genommen habt. Schreibt auf, was gefehlt hat. Beim nächsten Mal liegt es dann bereit.

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Wenn etwas passiertAus der Praxis

Aus der Praxis

Eine Idee, keine Regel

Erfahrungen aus Camping und Outdoor, keine Empfehlung einer Behörde.

Die Kühlbox. Beim Campen öffnet man die Kühlbox selten und nur kurz. Zu Hause hilft das beim Kühlschrank genauso. Kühlakkus aus dem Gefrierfach halten die Temperatur länger niedrig, schreibt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Der Tagesplan. Auf langen Touren gibt ein fester Ablauf Halt. Plant auch zu Hause den Tag mit festen Zeiten für Essen, Nachrichten und einen Gang zu den Nachbarn. Routinen helfen in Krisen, schreibt das BBK.

Der Flugmodus. Wer wandert, schaltet das Handy ohne Netz oft in den Flugmodus. Dann hält der Akku meist länger. Schaltet es zu festen Zeiten kurz ein, um Nachrichten zu prüfen.

Die Radiozeit. Auf dem Campingplatz hört man zur vollen Stunde die Nachrichten. Das spart Batterien und gibt dem Tag einen Takt.

Der Kocher bleibt draußen. Campingkocher mit Gaskartusche gehören auch zu Hause ins Freie, schreibt das BBK. Drinnen nutzt ihr nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind.

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Wenn etwas passiertHäufige Fehler

Häufige Fehler

Die Notrufnummer für Auskünfte wählen. Das blockiert die Leitung für echte Notfälle. Nachrichten bekommt ihr über das Radio.

Alles auf das Handy setzen. Netz und Warn-Apps fallen bald aus. Ein Radio ohne Steckdose läuft weiter und bringt die Nachrichten der Behörden.

Kein Bargeld im Haus haben. Karten und Geldautomaten funktionieren ohne Strom oft nicht. Legt kleine Scheine zurück, damit ihr passend zahlen könnt.

Wärmegeräte eingeschaltet lassen. Sie laufen sonst an, wenn der Strom zurückkommt. Das kann einen Brand auslösen.

Den Stromerzeuger drinnen betreiben. Seine Abgase können ersticken. Er gehört an einen belüfteten, trockenen Platz im Freien.

Nicht wissen, wo Hilfe ist. Ohne Telefon bleibt nur der Weg zur Anlaufstelle, Polizeiwache oder ins Krankenhaus. Klärt vorher, wo sie liegen.

Die Nachbarn vergessen. Wer allein lebt oder Pflege braucht, kommt vielleicht nicht allein zurecht. Klingelt kurz.

Nach dem Ausfall gleich weitermachen. Frostschäden an Leitungen zeigen sich oft erst später. Schaut in den Tagen danach nach.

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Wenn etwas passiertEuer Schritt

Euer Schritt

Ein Ausfall verliert seinen Schrecken, wenn ihr den Ablauf einmal durchgespielt habt. Nehmt euch dafür einen ruhigen Abend vor.

Für diese Übung gilt: Betätigt keine Sicherungen oder Hauptschalter. Kühlung und medizinische Geräte bleiben in Betrieb. Ihr löscht nur das Licht und greift auf das zurück, was bereitliegt.

Geht die ersten Stunden gemeinsam durch. Wer schaltet welche Geräte aus? Wo liegt das Radio, und welcher Sender bringt Nachrichten aus eurer Region? Wie viel Bargeld ist da?

Sprecht auch über den Weg zur nächsten Anlaufstelle und zur Polizeiwache. Tragt wichtige Nummern in die Notfallkarte ein und druckt sie aus.

Probiert dabei auch das Essen aus dem Vorrat. Was schmeckt ohne Herd, und wo liegt der Dosenöffner? Fehlt eine zweite Lampe oder ein Satz Batterien, schreibt es auf.

Gebt auch den Kindern eine eigene Aufgabe, etwa das Radio einzuschalten. So wird die Übung für sie greifbar.

Ergänzt, was gefehlt hat, beim nächsten Einkauf. Ein Abend reicht für den Anfang.

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Wenn etwas passiertWas ihr braucht

Was ihr braucht

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Wasser und Essen im Check einschätzenEinkaufshilfe

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Wenn etwas passiertEin guter Schluss

Ein kleiner Schritt. Ein gutes Gefühl.

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